Alles begann in Italien (Teil 1)

Wer Zeichensprache versteht, spricht auch Italienisch! Leider kann ich weder das eine noch das andere. Das hat mich allerdings nicht davon abgehalten, schöne Impressionen aus Sizilien und Sardinien mitzubringen. 

Im ersten Teil der Saga tümmle ich mich auf der größten Insel im Mittelmeer herum. Dabei geht es vom kleinen Ort Catania über Taormina, zum größten noch aktiven Vulkan Europas, dem Ätna. Leider konnte ich keine phänomenalen Aufnahmen von einem gigantischen Ausbruch und von glühenden Lavaströmen machen, aber im gesamten war es auch im inaktiven Zustand ein absolutes Highlight. Verglichen mit dem Vesuv bei Pompeji (Neapel) ist der Ätna durch seine Vielzahl an Flankenvulkanen, ca. 300, wesentlich vielfältiger und atemberaubender als sein großer Kegelfreund aus der nördlichen Region. Nach diesem Kurztrip ging es weiter, weiter zur größten Stadt der Insel...   

...Palermo, die Hauptstadt Siziliens ist mit seinen dunklen und engen Gassen vielleicht nicht das spannendste Ziel der Insel, aber durch seine Dichte und aufregende Atmosphäre auf jeden Fall ein Opfergarant für mein Sigma 18-35 1.8. Die Anzahl an schönen Fotos stieg im Minutentakt, leider blieben die "besonderen" Aufnahmen aus, was aber nicht unbedingt an dem Ort liegen muss. Nach einiger Zeit  versinke ich tiefer in die Stadt,  nichtsahnend entdecke ich unscheinbar wirkende, aber dennoch sehr charmante Restaurants und Cafés in den kleinen Nebenstraßen. Hinter jeder Ecke Palermos öffnen sich neue Gassen die sich, umso weiter es hinein geht, mehr und mehr verzweigen.


Stück für Stück schlage ich mich durch den Dschungel der Großstadt und komme, inmitten der Altstadt, an eine Marktstraße namens "Ballarò", in der sich, trotz miesestem Wetter, die halbe Stadt zu treffen scheint. Während ich mich durch die Massen quetsche, tun sich links und rechts riesige Berge an Obst und Gemüse auf, die dem Ätna schon beinnahe Konkurrenz machen. Neben den hochgebauten Lebensmittelpyramiden reihen sich Restaurants ein, die damals die arme Bevölkerung mit Mahlzeiten versorgten, die sich mittlerweile aber zu traditionellen Restaurants weiterentwickelt haben. Fisch, Fleisch, Gewürze oder Klopapier. All das ist in dieser engen Straße zu finden und ist die palermitanische Antwort auf die deutsche Shopping-Mall.

 

 

 

Das erkannte auch Renato Guttuso. Der italienische Künstler brachte diese Komplexität des "Ballarò" auf die Leinwand und verewigte damit  eines der traditionellsten Sehenswürdigkeiten Palermo's.

Nach der ganzen kulinarischen Vielfalt durften natürlich die kommerziellen Sehenswürdigkeiten nicht fehlen. Neben dem "Museo Diözesan di Palermo", den Kathedralen und dem "Fontana della Vergogna" oder auch "Fontana Pretoria" genannt, reihen sich unzählige antike Gebäude ein. Die doch sehr interessante Innenstadt bewegt mich immer wieder hinter die nächste Ecke zu luschern und lässt einen fast vergessen, dass da ein Schiff auf mich wartet, aber auch nur fast.

Denn gewartet hätte der gute Kahn nicht, es ging sofort weiter nach Sardinien...

 

Euer Sven


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